In Frankfurt aufwachsen – Bildung, Teilhabe und sichere Perspektiven von Anfang an
- Frankfurt-Sozial!

- 5. März
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Kinder und Jugendliche brauchen mehr als gute Worte. Sie brauchen Geborgenheit, verlässliche Strukturen und echte Chancen, um selbstbewusst und mit Perspektive aufzuwachsen. Bildung, Beteiligung und sinnvolle Freizeitangebote sind dafür entscheidend. Frankfurt muss eine Stadt sein, in der junge Menschen von Anfang an gefördert werden – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern oder ihrem kulturellen Hintergrund.
Ein früher und gerechter Zugang zu Bildung beginnt bereits in der Kindheit. Nach den kostenfreien Kitas ist der nächste konsequente Schritt die Einführung kostenloser Krippenplätze. Gleichzeitig müssen ausreichend Betreuungsplätze geschaffen werden, um eine verlässliche Nahversorgung zu sichern – inklusive bilingualer Angebote, die Mehrsprachigkeit frühzeitig fördern. Eltern sollen dabei stärker in Entscheidungen eingebunden werden, denn gute Bildung gelingt nur im Miteinander.
Auch im Schulalter braucht es mehr Unterstützung und Beteiligung. Der Ausbau von Horten und Nachmittagsbetreuung ist unerlässlich, ebenso wie echte Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche im Alltag dieser Einrichtungen. Mehr Ganztagsschulen schaffen nicht nur Bildungsgerechtigkeit, sondern auch Zeit für Förderung, Gemeinschaft und Freizeit. Dazu gehört selbstverständlich auch eine gesunde, natürliche und kultursensible Schulverpflegung.
Sport spielt eine zentrale Rolle für Zusammenhalt, Gesundheit und Selbstvertrauen. Deshalb fordern wir die Öffnung aller Schulsportanlagen für Kinder und Jugendliche außerhalb der Unterrichtszeiten. Um dieses Angebot nachhaltig zu sichern, braucht es eine gezielte Erhöhung der Übungsleiterpauschalen. Jugendverbände und Sportvereine verdienen besondere Unterstützung, wenn sie integrativ und bildungsorientiert arbeiten, kulturelle Sensibilität leben und über Werte, Religionen und Herkunft aufklären.
Jugendliche wollen gehört werden und Verantwortung übernehmen. Deshalb setzen wir uns für eine stärkere Beteiligung junger Menschen ein: Das Recht auf Bildungsurlaub muss an allen Berufsschulen aktiv vermittelt werden. Schülerräte und Jugendvertretungen, etwa in Zusammenarbeit mit dem DGB-Jugendrat, müssen gestärkt und ernsthaft in politische Entscheidungen einbezogen werden. Darum begrüßen wir auch die Entscheidung vom Dezember 2025, dass es in Frankfurt bald auch ein neues „Kinder und Jugendparlament“ geben wird.
Zudem braucht es eine Öffnung und Erweiterung des Fremdsprachenangebots an Schulen, um Vielfalt als Stärke zu begreifen.
Kultureller Austausch fördert Offenheit und Kreativität. Jugendaustusch mit Frankfurts Partnerstädten, eine lebendige Jugendkultur mit Theater, Comedy und Poetry-Slam sowie gut ausgestattete Jugendzentren schaffen Räume für Begegnung, Ausdruck und gegenseitiges Lernen. Vergünstige Eintritte zu Kultureinrichtungen, wie Kinos, Theater, Ausstellungen usw.
In Frankfurt aufzuwachsen muss heißen Chancen zu haben, gehört zu werden und sich entfalten zu können. Dafür setzen wir uns ein – für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt mit starken Perspektiven für die Zukunft.




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